Kennzeichnung auf Medien

Auf jeder DVD und CD Hülle sind sie zu finden. Kleine rechteckige Symbole in verschiedenen Farben und Altersangaben – die FSK Kennzeichnung. Was die FSK ist und was die Siegel bedeuten erfährst du hier.

Nur Richtlinien, keine pädagogische Empfehlung für Kinderfilme

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft ist eine deutsche Organisation, deren Aufgabe es ist DVDs, Blurays und anderer Medien zu prüfen und eine entsprechende Altersfreigabe zu erteilen. Die Rechtsgrundlage der FSK ist das Jugendschutzgesetz. Den genauen Paragraph findest du hier.

Die FSK selbst betont, dass die Altersfreigabe keine pädagogische Empfehlung ist. Es gibt keinen festen Kriterienkatalog für die Prüfung und Festlegung der Altersempfehlungen. Im Klartext bedeutet dies, dass ein FSK 6 Film pädagogisch nicht wertvoll sein muss, aber den Richtlinien für die Freigabe ab 6 Jahren entspricht.

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Auf einen Blick erkennbar – die verschiedenen FSK Kennzeichen

Folgende Altersfreigaben können nach der Prüfung vergeben werden. Die Beschreibungen stammen direkt von der offiziellen Seite der FSK.

 

FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung 

FSK ab 0 Kennzeichen Das Kennzeichen “FSK ab 0 freigegeben” entspricht dem bisherigen Kennzeichen “Freigegeben ohne Altersbeschränkung”. Kleinkinder erleben filmische Darstellungen unmittelbar und spontan. Ihre Wahrnehmung ist vorwiegend episodisch ausgerichtet, kognitive und strukturierende Fähigkeiten sind noch kaum ausgebildet. Schon dunkle Szenarien, schnelle Schnittfolgen oder eine laute und bedrohliche Geräuschkulisse können Ängste mobilisieren oder zu Irritationen führen. Kinder bis zum Alter von sechs Jahren identifizieren sich vollständig mit der Spielhandlung und den Filmfiguren. Vor allem bei Bedrohungssituationen findet eine direkte Übertragung statt. Gewaltaktionen, aber auch Verfolgungen oder Beziehungskonflikte lösen Ängste aus, die nicht selbständig und alleine abgebaut werden können. Eine schnelle und positive Auflösung problematischer Situationen ist daher sehr wichtig.

 

FSK ab 6 freigegeben

FSK ab 6 LogoAb sechs Jahren entwickeln Kinder zunehmend die Fähigkeit zu kognitiver Verarbeitung von Sinneseindrücken. Allerdings sind bei den sechs bis elfjährigen beträchtliche Unterschiede in der Entwicklung zu berücksichtigen. Etwa mit dem neunten Lebensjahr beginnen Kinder, fiktionale und reale Geschichten unterscheiden zu können. Eine distanzierende Wahrnehmung wird damit möglich. Bei jüngeren Kindern steht hingegen noch immer die emotionale, episodische Impression im Vordergrund. Ein sechsjähriges Kind taucht noch ganz in die Filmhandlung ein, leidet und fürchtet mit den Identifikationsfiguren. Spannungs- und Bedrohungsmomente können zwar schon verkraftet werden, dürfen aber weder zu lang anhalten noch zu nachhaltig wirken. Eine positive Auflösung von Konfliktsituationen ist auch hier maßgebend.

 

FSK ab 12 freigegeben

FSK ab 12 LogoBei Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe ist die Fähigkeit zu distanzierter Wahrnehmung und rationaler Verarbeitung bereits ausgebildet. Erste Genre-Kenntnisse sind vorhanden. Eine höhere Erregungsintensität, wie sie in Thrillern oder Science-Fiction-Filmen üblich ist, wird verkraftet. Problematisch ist dagegen zum Beispiel die Bilderflut harter, gewaltbezogener Action-Filme, die zumeist noch nicht selbständig verarbeitet werden kann. 12- bis 15-jährige befinden sich in der Pubertät, einer Phase der Selbstfindung, die mit großer Unsicherheit und Verletzbarkeit verbunden ist. Insbesondere Filme, die zur Identifikation mit einem “Helden” einladen, dessen Rollenmuster durch antisoziales, destruktives oder gewalttätiges Verhalten geprägt ist, bieten ein Gefährdungspotenzial. Die Auseinandersetzung mit Filmen, die gesellschaftliche Themen seriös problematisieren, ist dieser Altersgruppe durchaus zumutbar und für ihre Meinungs- und Bewusstseinsbildung bedeutsam.

 

FSK ab 16 freigegeben

FSK ab 16 LogoBei 16- bis 18-jährigen kann von einer entwickelten Medienkompetenz ausgegangen werden. Problematisch bleibt die Vermittlung sozial schädigender Botschaften. Nicht freigegeben werden Filme, die Gewalt tendenziell verherrlichen, einem partnerschaftlichen Rollenverhältnis der Geschlechter entgegenstehen, einzelne Gruppen diskriminieren oder Sexualität auf ein reines Instrumentarium der Triebbefriedigung reduzieren. Auch die Werteorientierung in Bereichen wie Drogenkonsum, politischer Radikalismus oder Ausländerfeindlichkeit wird mit besonderer Sensibilität geprüft.

 

FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe

FSK ab 18 kleinDas Kennzeichen “FSK ab 18” entspricht dem bisherigen Kennzeichen “Keine Jugendfreigabe”. Dieses Kennzeichen wird vergeben, wenn keine einfache bzw. schwere Jugendgefährdung vorliegt. Nach § 14 Abs. 3 u. 4 des Jugendschutzgesetzes erfolgt für DVDs und Blu-ray Discs die Vergabe des Kennzeichnens “FSK ab 18”, wenn keine einfache Jugendgefährdung vorliegt, für die öffentliche Filmvorführung, wenn der Film nicht schwer jugendgefährdend ist. Gekennzeichnete Filme, DVDs und Blu-ray Discs werden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) nicht indiziert.

 

Eine Besonderheit gibt es bei Filmen mit der FSK Freigabe ab 12 Jahren. Kinder im Alter von sechs Jahren kann der Einlass zur (Kino)Vorstellung gewährt werden, wenn eine personenberechtigte Person dabei ist. Grundsätzlich sind das die Eltern. Eine Schwester, Onkel oder andere Familienmitglieder reichen nicht aus, selbst dann nicht, wenn sie eine schriftliche Einverständnis der Eltern haben oder selbst bereits volljährig sind.

Was du beim nächsten Kauf beachten solltest

Wie bereits geschrieben sind die FSK Kennzeichen keine pädagogischen Empfehlungen und kein Garant dafür, dass der Film für dein Kind geeignet ist. Wie bei allen Medien ist es deshalb wichtig, sich nicht nur auf die Altersempfehlung zu verlassen, sondern sich vorher mit dem Inhalt auseinanderzusetzen und diesen individuell zu beurteilen. Die Altersempfehlung der FSK ist aber auf jeden Fall ein erster wertvoller Hinweis, auf den du beim nächsten Kauf achten solltest.

Neben der FSK gibt es noch eine weitere Prüfstelle, nämlich die USK. Die USK prüft keine Filme sondern Videospiele. Was die USK ist und wie sie den Jugendschutz bei Videospielen umsetzt, liest du in unserem Artikel Jugendschutz bei Videospielen – die USK im Überblick.

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