Was ist eine OGS

Von Eltern dankbar angenommen

Viele Schulen bieten mittlerweile eine erweiterte Betreuung nach der regulären Schulzeit an. Eine Form der Nachmittagsbetreuung ist der offene Ganztag, auch offene Ganztagsschule genannt. Inzwischen hat sich diese Betreuungform in vielen Bundesländern etabliert und wird von vielen Eltern dankbar angenommen.

Das Konzept hinter der offenen Ganztagsschule

Schüler, die in einer offenen Ganztagsschule angemeldet sind, gehen direkt nach dem Unterricht in die Einrichtung, die sich meist im Schulgebäude oder in unmittelbarer Nähe befindet. Dort werden die Kinder in der Regel bis 16:00 Uhr betreut. Einige Einrichtungen bieten auch eine optionale Spätbetreuung bis 17:00 Uhr an. Alternativ gibt es in manchen Einrichtungen auch Kurzgruppen, die bereits um 14:00 Uhr enden. Das offene Ganztagsangebot gab es bis zum Schuljahr 2015/2016 nur für Schüler an weiterführenden Schulen. Seit dem Schuljahr 2016/2017 wird das Angebot auch für Grundschüler angeboten.

Eine offene Ganztagsschule muss mindestens an drei Tagen der Woche angeboten werden. In der Regel ist dies von Montag bis Donnerstag der Fall. Die Betreuungszeit gilt wie ein Schulbesuch. Das bedeutet, dass Eltern ihre Kinder nicht, oder nur in Ausnahmefällen, früher abholen oder entschuldigen können. Die Anmeldung ist außerdem für ein Jahr bindend.

Anzeige

Was eine offene Ganztagsschule bietet

Während der offenen Ganztagsschule können die Kinder verschiedene Neigungsangebote wahrnehmen. Oftmals werden Arbeitsgemeinschaften, wie zum Beispiel Theater, Tanz, Fußball und vieles mehr, angeboten. Diese sind in der Regel an die Interessen der Kinder anpassbar und variieren in jeder Einrichtung. Eine staatliche Vorgabe über die Themen der Arbeitsgemeinschaften gibt es nicht.

Neben den Freizeitangeboten steht natürlich das Lernen und die Hausaufgaben im Fokus. Die Schüler werden durch pädagogische Fachkräfte, meist Sozialpädagogen oder Erzieher, in den Hausaufgaben und bei Vor- und Nachbereitungen begleitet. Unterstützt werden die Fachkräfte von Lehrern, Bundesfreiwilligendienstlern, Studenten oder auch Eltern. Wichtig ist, dass eine OGS keine Nachhilfe oder Einzelförderung ist. Die Kontrolle über Vollständigkeit und Richtigkeit bleibt weiterhin in der Hand der Eltern. Für Schüler mit erhöhtem Nachholbedarf können die offenen Ganztagsschulen außerdem erweiterte Förderangebote anbieten.

Für die Verpflegung der Kinder ist jede Einrichtung selbst zuständig. Manche Einrichtungen lassen sich von einem Caterer beliefern, andere Einrichtungen bieten eine frische Küche an, bei der die Schüler in der Mensa essen können. Natürlich besteht auch jederzeit die Möglichkeit, dass das Kind etwas zu Essen von zu Hause mitbringt.

Was kostet der Besuch in der OGS?

Der Besuch in der OGS ist in der Regel kostenfrei, da die Kosten vom Staat und der Kommune getragen werden. Lediglich das warme Mittagessen wird den Teilnehmern in Rechnung gestellt. Eine Mahlzeit kostet zwischen drei und vier Euro am Tag.

Viele Kinder besuchen eine offene Ganztagsschule. Diese Betreuungsform hat Vorteile und Nachteile

Die Vorteile einer offenen Ganztagsschule

Der offene Ganztag bietet viele Vorteile. Unter anderem haben Eltern durch die erweiterte Betreuungszeit die Möglichkeit Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren. Die Kinder erledigen während der Betreuung ihre Hausaufgaben und können sich bereits auf anstehende Schularbeiten vorbereiten. Durch die Unterstützung von erfahrenen Fachkräften, können sich die Noten unter Umständen verbessern. Das Lernklima ist vielfältiger als im regulären Schulunterricht, da es keinen staatlich angeordneten Lehrplan gibt. Trotzdem wird die Hausaufgabenzeit mit den Themen des Unterrichts verknüpft. Hierdurch ergibt sich ein zwangloses und lockeres Zusammenarbeiten zwischen Pädagogen und Schülern, was sich außerdem positiv auf die Klassengemeinschaft auswirkt.

Die Nachteile einer offenen Ganztagsschule

Durch die verlängerte Betreuungszeit haben viele Eltern Sorge, dass sie zunehmend den pädagogischen Einfluss auf die Kinder verlieren und sich nicht genügend um die Bildung der Kinder kümmern können. Hierzu ist zu sagen, dass eine gute OGS niemals mit den Eltern in Konkurrenz tritt, sondern eine aktive Erziehungspartnerschaft mit Eltern eingeht. Erreicht wird dies durch einen regelmäßigen Austausch. Wichtig ist vor allem, dass sich Eltern bewusst sind, dass sie die Flexibilität verlieren, ihr Kind spontan abzuholen oder zu entschuldigen.

Bildquellen: Pressmaker|Shutterstock.com

 

 

 

©2017 - 2019 Dear Mama

Logge dich mit deinem Benutzernamen ein

oder    

Anmeldedaten vergessen?

Create Account