Es gibt viele verschiedene Handwärmer

Im Winter warme Hände

Viele Kinder und Erwachsene haben diesen kleinen Plastikbeutel im Winter in der Jackentasche. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und Formen, aber eines bleibt gleich – sie spenden wärme. Es geht um die beliebten Taschenwärmer, auch Handwärmer genannt.

In dem kleinen Plastikbeutel, der mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, schwimmt meist ein rundes Metallblättchen. Sobald man das Blättchen knickt, passiert etwas seltsames. Die Flüssigkeit wird fest und spendet für circa 20 bis 30 Minuten Wärme. Nicht nur Kinder stellen sich die Frage – wie funktionierten Taschenwärmer? Und warum werden sie so warm, obwohl weder Feuer, noch Batterien verwendet werden?

Wie der Taschenwärmer funktioniert

Die Flüssigkeit in einem Handwärmer besteht aus Wasser und einem besonderen, wasserhaltigen Salz. Wissenschaftler sprechen von Natriumacetat-Trihydrat. Bei Raumtemperatur bleibt diese Flüssigkeit in festem Zustand. Erst wenn sie in heißem Wasser erhitzt wird, wird sie komplett flüssig und der Taschenwärmer ist einsatzbereit. Das Wasser muss circa 80 Grad Celsius heiß sein.

Interessant ist, dass der Inhalt flüssig bleibt, auch wenn der Handwärmer wieder abkühlt. Selbst bei Minusgraden würde die Flüssigkeit nicht mehr fest werden. Wissenschaftler sprechen hier von einer unterkühlten Flüssigkeit, die zwangsgelöst bleibt.

Aber die Energie, die vorher nötig war um die Flüssigkeitgeit zu schmelzen, ist nicht verloren, sondern ist im Taschenwärmer gespeichert. Ein wichtiger Grundsatz in der Physik ist nämlich, dass Energie niemals verloren gehen kann, sondern nur in andere Formen umgewandelt wird.

Oft stellen sich Kinder die Frage: Wie funktionieren Taschenwärmer. Hier siehst du die Kristallation, wenn der Handwärmer aktiviert wird,

Mit dem Metallblättchen kann man die gespeicherte Energie wieder freisetzen. Durch das Knicken des Metallplättchens werden Schallwellen erzeugt, die Kristallisationskeime erzeugen. Bei der Kristallisation wird die Flüssigkeit wieder fest und die so genannte Kristallisationswärme wird frei. Das bedeutet ganz einfach, dass die gespeicherte Energie in Form von Wärme wieder frei wird.

Der Handwärmer spendet so lange Wärme, bis die gespeicherte Energie aufgebraucht ist. In der Regel dauert das circa 30 Minuten. Ist die Wärme komplett aufgebraucht, kann man den Taschenwärmer wieder “aufladen”, indem er wieder in heißes Wasser gelegt wird.

Ist die Flüssigkeit im Taschenwärmer giftig?

Grundsätzlich ist Natriumacetat, also der Stoff aus dem die Flüssigkeit besteht, nicht giftig, sondern wird sogar in der Lebensmittelproduktion verwendet. Trotzdem solltest du aufpassen, dass dein Kind nicht mit spitzen Gegenständen an den Wärmer geht, da der Beutel sonst beschädigt werden kann und die Flüssigkeit ausläuft. Ist der Taschenwärmer aktiviert, kann es durch die entstehende Wärme nämlich zu leichten Verbrennungen kommen.

Und wenn dein Kind das nächste Mal fragt, wie ein Taschenwärmer funktioniert, bist du bestens vorbereitet

 

©2017 - 2018 Dear Mama

Logge dich mit deinem Benutzernamen ein

Anmeldedaten vergessen?